KV Würzburg - Stadt

Dem wichtigsten politischen Thema unserer Zeit, Klimaschutz, widmeten sich die Würzburger Grünen bei ihrem sechsten und abschließenden Zukunftsforum. Vor zahlreichen interessierten Bürgerinnen und Bürgern stellte Martin Heilig, OB-Kandidat der Würzburger Grünen, seine Ideen zum Thema Klimaschutz vor: "Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir bis 2030 unsere Stromversorgung auf 100% Erneuerbare Energien umstellen. Außerdem brauchen wir konsequente Wärmedämmung bei unseren Gebäuden. Die Zeit des Zauderns und Zögerns muss angesichts der schon jetzt spürbaren Klimaerhitzung vorbei sein. Bei unserer Stadtplanung müssen wir Klimaschutz immer mitdenken und zum Beispiel für genügend grüne Oasen in unserer Innenstadt sorgen", so Heilig.

 Anschließend ging Heiko Paeth, Professor für Klimatologie an der Universität Würzburg, auf die Auswirkungen des Klimawandels in Unterfranken und Würzburg ein. Unterfranken sei heute schon eine der trockensten Regionen Deutschlands und bekomme den Klimawandel deutlich zu spüren. So habe es beispielsweise im Jahr 2018 bereits 37 Hitzetage im Maintal gegeben. Bis 2100 werde die Anzahl der Hitzetage nochmals auf durchschnittlich 52 Hitzetage pro Jahr steigen, so Paeth. In der Innenstadt sei es aufgrund des städtischen Wärmeinseleffekts sogar noch wärmer.

Danach legte Ulrike Höfken, Staatsministerin für Umwelt des Landes Rheinland-Pfalz, dar, was in Rheinland-Pfalz mit grüner Regierungsbeteiligung im Bereich Klimaschutz erreicht werden konnte. "In Rheinland-Pfalz kommt mittlerweile jede zweite Kilowattstunde Strom aus Erneuerbaren Energien." Wesentlicher Grund für diesen Erfolg sei auch die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen. Allerdings werde der Ausbau der Erneuerbaren Energien derzeit durch die schwarz-rote Bundesregierung massiv gebremst.

Bei der anschließenden Diskussion kamen verschiedene Aspekte des Themas Klimaschutz zur Sprache. "Da der Klimawandel im urbanen Raum Mensch, Tier- und Pflanzenwelt gleichermaßen bedroht, brauchen wir umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität, etwa Staffelmahd-Konzepte, Blühwiesen statt Steingärten, resiliente Stadtbäume oder Gebäudebegrünung, durch die Stadt, aber auch Einzelpersonen", erklärt Stadtratskandidatin Molina Klingler. "Unsere Neubaugebiete, z.B. die Erweiterung am Hubland, müssen klimaneutral konzipiert werden. Das geht auch im geförderten Wohnungsbau, wie die Passivhaussiedlung 'Bahnstadt Heidelberg' zeigt", ergänzt Stadtrat und Stadtratskandidat Manfred Dürr. "Auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt muss Würzburg die Energiewende anpacken und auf 100% Erneuerbare Energien umsteigen. Dazu gehört der Ausbau der Photovoltaik und Investitionen in Windkraftanlagen sowie grüne Energieträger", so Stadtratskandidatin Sandra Vorlova. "Für die Klimaanpassung brauchen wir mehr Grün, vor allem Bäume, Dach- und Fassadenbegrünung, verbesserte Frischluftzufuhr, offenes Wasser, Abschattung und gute Belüftung der Gebäude. Ziel muss es auch sein, möglichst Wasser zurück zu halten und zum Gießen der Pflanzen im Sommer zu nutzen," fügt Stadtrat und Stadtratskandidat Patrick Friedl hinzu. " Wir müssen Wasser und lebendiges Grün in die Stadt und an die Häuser bringen! Für die Aussage bekommt man heute schon Beifall, das bedeutet aber auch, das beim Bauen Übliche umzukrempeln", so abschließend Stadträtin und Stadtratskandidatin Karin Miethaner-Vent.


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