KV Würzburg - Stadt

Transgender Day Of Remembrance

Heute hisst Würzburg die Flagge der trans Community. Aber was hat es damit auf sich und warum ausgerechnet heute ? Warum ist uns das wichtig, fragst du?

"Trans Menschen sind innerhalb der queeren Community am stärksten von Gewalt und Diskriminierung betroffen. Am Transgender Day of Remembrance machen wir jedes Jahr darauf aufmerksam. Mir ist wichtig, dass sich auch die Stadt Würzburg daran beteiligt und mit dem Hissen der Flagge ein Zeichen setzt. Wir dürfen nicht wegschauen, wenn Menschen aufgrund ihres Geschlechts verletzt, verfolgt oder gar getötet werden“, so Konstantin Mack, Stadtrat für die Grünen in Würzburg.

Am heutigen Transgender Day of Remembrance gedenken wir den Opfern von Gewalt und Hass. Wir gedenken mindestens 350 Menschen, die in Folge von eben dieser Gewalt allein dieses Jahr ermordet wurden. Wir gedenken aber auch tausenden Menschen weltweit, die täglich aufgrund ihres Geschlechts beleidigt und erniedrigt werden oder körperlicher Gewalt ausgesetzt sind. Wir wollen aber auch auf die Menschen aufmerksam machen, die trotz dieser Gewalt und der Drohungen für ihre Rechte und die Zukunft ihrer Community gekämpft haben und immer noch kämpfen. Wir gedenken Rita Hester, die vor fast 22 Jahren umgebracht wurde, und feiern gleichzeitig sie und ihre Freundin Gwendolyn Ann Smith - die vor 21 Jahren diesen Tag gründete - für ihren Mut und ihre Zivilcourage. Trans*rights are human rights (Trans*rechte sind Menschenrechte) ist für uns eine so selbstverständliche Aussage. Trotzdem müssen wir sie schreien, damit wir gehört werden, damit die Community gehört wird. Doch der heutige Tag soll für uns auch Anlass sein, um dafür zu kämpfen, dass jeder Mensch selbstbestimmt über den eigenen Körper verfügen darf: noch immer gilt in Deutschland das sogenannte Transsexuellengesetz, das mittlerweile schon mehrfach in Teilen für verfassungswidrig erklärt wurde. Polen führt LGBTIQ*-freie Zonen ein. Der noch amtierende Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, hat während seiner Regierungszeit Gesetze zurückgefahren, die trans* Menschen vor Diskriminierung geschützt haben und seine Regierung hat neue Regelungen eingeführt, die trans* Menschen aktiv diskriminieren. So hat er sie z. B. vom aktiven Dienst im Militär ausgeschlossen und Krankenhäusern das Recht gegeben, trans Patient*innen aufgrund von religiösen Einstellungen abzuweisen.

Wenn weltweit unsere grundlegenden Rechte auf körperliche Unversehrtheit, auf Gleichbehandlung und auf ein selbstbestimmtes Leben unter Beschuss stehen, müssen wir umso enger an der Seite unserer queeren Mitmenschen stehen!

"Ich bin der Trans*-Community unglaublich dankbar; ohne sie hätte die Pride-Bewegung damals nicht gestartet. Aber mein Kampf für die Trans*- Community basiert nicht nur auf dieser. Als überzeugte Verfechterin für Menschenrechte und Gleichberechtigung ist es auch meine Pflicht, für Trans*rechte zu kämpfen. Wenn ersteres in Deutschland für Politiker*innen demokratischer Parteien doch angeblich selbstverständlich ist, warum ist es letzteres dann offensichtlich nicht? Ich fordere die sofortige Abschaffung des absolut menschenverachtenden Transsexuellengesetz und die Verwirklichung fundamentaler Menschenrechte für alle Menschen.“, so Magdalena Laier, Stadträtin für die Grünen in Würzburg.


Termine

01. Dez 2020
18:00 Uhr
Neumitgliedertreffen
01. Dez 2020
19:00 Uhr
Mitgliedertreffen
02. Dez 2020
19:30 Uhr
Gründungstreffen des Interkommunalen Arbeitskreises Abfall
02. Dez 2020
19:30 Uhr
Abstand & Anstand: Solidarität in der Corona-Pandemie
04. Dez 2020
19:00 - 20:00 Uhr
(GJ )Vorstandssitzung
04. Dez 2020
20:00 - 22:00 Uhr
(GJ) Vortragsabend (KR)
07. Dez 2020
19:00 - 20:00 Uhr
(GJ) AK Queer*Fem (KR)

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