KV Würzburg - Stadt

Grüne setzen auf „Besser leben im Bischofshut“ und „Stadt & Land Würzburg näher zusammen“

Unter dem Motto „Stadt & Land - GRÜN mobil“ hatten die GRÜNEN Kreisverbände Würzburg Stadt und Würzburg Land erstmals zu einer gemeinsamem Online-Veranstaltung eingeladen. „Mobilität ist bekanntlich ein grünes Kernthema, doch an diesem Abend geht es explizit um die Erreichbarkeit der Innenstadt und die Frage, wie sich Stadt und Landkreis Würzburg sinnvoll verbinden lassen“, begrüßte die Vorsitzende des grünen Kreisverbandes Würzburg-Stadt Molina Klingler die vielen Interessierten, von denen die meisten aus dem Würzburger Umland kamen.

Im Fokus der Veranstaltung am 10.12 2021 standen zwei vielversprechende aktuelle Verkehrsprojekte. Sandra Vorlová und Patrick Friedl als Vertreter*innen der Grünen Stadtratsfraktion stellten zunächst das neue überparteiliche Mobilitätskonzept „Besser leben im Bischofshut“ vor. Klimafreundliche Mobilität soll gestärkt, der Pkw-Verkehr zielgerichtet gelenkt und in Parkhäusern am Rande des Bischofshuts gebündelt werden. „Das ist ein starker Impuls für die Verkehrswende innerhalb der Stadt!“ bekräftigte Patrick Friedl. Zuerst sollen die neuen Parkhäuser gebaut, dann Oberflächenparkplätze zurückgebaut werden. Friedl: „Bei einem Flächenversiegelungsgrad von 65% in der Altstadt und der besonderen Kessellage Würzburgs ist dies dringend notwendig, um die Temperatur in der Innenstadt herunterzukühlen.“ Sandra Vorlová nahm die Zuhörenden mit auf eine kleine Reise in die Zukunft des Bischofshutes mit Begrünung, Regenwasserrückhaltung, Flaniermeilen und barrierefreien Fuß- und Radwegen. Vorlová: „Der Würzburger Stadtrat hat in den Haushaltsberatungen bereits die erforderlichen Mittel für die Umsetzung des Antragspakets bewilligt. Die Verwaltung kann also direkt in die Planung gehen.“

Jessica Hecht, Kreisrätin und Vorsitzende des Grünen Kreisverbandes Würzburg Land, forderte, die innerstädtische Mobilitätswende müsse Konsequenzen für den Landkreis haben: „Um vom Image der Stau-Stadt wegzukommen, brauchen wir auch vom Landkreis aus eine bessere Erreichbarkeit der Innenstadt.“ Ein Blick in den Pendleratlas zeigte schon 2015 täglich 87.590 Pendelbewegungen.  Hecht: „Es ist kein Geheimnis, dass dabei das Auto dominiert. Das wird sich erst ändern, wenn wir die Rahmenbedingungen für den öffentlichen Personennahverkehr verbessern und dabei den unterschiedlichen Bedürfnissen der Pendler*innen in ihren Alltagssituationen gerecht werden. Menschen, die bislang den ÖPNV noch nicht nutzen, werden wir nur überzeugen, wenn der ÖPNV die bessere Alternative ist.“

Sebastian Hansen, Kreisrat und 2. Bürgermeister von Waldbüttelbrunn präsentierte das Konzept der Kreis-Grünen „Stadt & Land Würzburg näher zusammen“. Bessere Umstiegsverbindungen – Anschlussverkehre – Ende der Parallverkehre – Verknüpfung mit der DB – Höherer Takt: Das sind die 5 Ansatzpunkte, um den öffentlichen Nahverkehr besser zu koordinieren und komfortabler zu machen. Hansen: „Wir wollen Tangentiallinien und neue Verbindungen schaffen, die alle an drei zentralen Umsteigepunkten halten.“ Dazu gab es viel Zustimmung und auch weiterführende Ideen aus dem Publikum. Kreisrat Aljoscha Labeille betonte: „Wir müssen aufhören in Landkreisgrenzen zu denken und Linien so konzipieren, dass sie einen attraktiven Endpunkt haben, also zum Beispiel nicht in Röttingen enden, weil dort die Landkreisgrenze ist, sondern die Linie weiterführen bis zum Bahnhof Weikersheim.“

„Ebenso wollen wir langfristig Straßenbahnen über die Stadtgrenze hinausfahren lassen“, so Sven Winzenhörlein, Fraktionsvorsitzender im Kreistag und zweiter Bürgermeister von Höchberg.

Die Grünen wollen in Hauptverkehrszeiten einen 15 Minuten-Takt prüfen lassen und fordern für alle Linien mindestens einen Stundentakt - auch an Sonntagen, auch nachts. Perspektivisch will man weg vom Wabensystem und hin zu Netztickets. Hansen: „Die Digitalisierung bietet viele weitere Möglichkeiten, den ÖPNV attraktiver zu machen. Es gibt heute noch zu viele Hürden im Hinblick auf die vielen unterschiedlichen Tarife, Fahrplanauskünfte und Fahrplanänderungen. Mittelfristig brauchen wir eine nutzerfreundliche App wie die DB-App, mit der man ganz bequem digitale Tickets kaufen kann.“

Moderiert wurde die informative Veranstaltung von Molina Klingler (Kreisvorsitzende GRÜNE Würzburg Stadt) und Sven Winzerhörlein (Kreisvorsitzender GRÜNE Würzburg Land).

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Unter folgendem Link findet sich der detaillierte interfraktionelle Bischofshut-Antrag vom 7.10.2021 zum Nachlesen: http://gruene-fraktion-wuerzburg.de/besser-leben-im-bischofshut/

Mehr Infos zum Konzept „Stadt & Land Würzburg näher zusammen“ finden Sie auf der Seite der Grünen im Kreistag Würzburg: https://www.gruene-kreistag-wuerzburg.de/cms/stadt-und-landkreis-wuerzburg-naeher-zusammen-vorschlaege-fuer-einen-besseren-oepnv/


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