Die Grünen Würzburg–Stadt blicken auf eine gelungene Veranstaltung mit dem Titel „Wü gut angebunden“ zurück. Im Mittelpunkt stand die zentrale Frage kommunaler Zukunftspolitik: Wie kann Würzburg mobiler, klimafreundlicher und gerechter gestalten?
Auf dem Podium diskutierten Expert*innen aus Zivilgesellschaft und Verkehrsverbänden über den aktuellen Stand der Mobilitätswende und die Herausforderungen in der Praxis:
- Rike Freemann (zivilgesellschaftlich engagiert im Verkehrsbereich)
- Marie Büchner (Kreisvorsitzende des ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD) und Stadträtin)
- Paulus Guter (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club)
Moderiert wurde der Abend von Niklas Dehne.
Im Gespräch wurde deutlich, dass Würzburg in den vergangenen Jahren Fortschritte gemacht hat: neue Radwege, Schutzstreifen, Busspuren und eine stärkere Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Zugleich machten die Teilnehmenden klar, dass das Tempo der Veränderungen vielen noch nicht ausreicht.
Mehrfach wurde betont, dass Verkehrssicherheit, insbesondere für Kinder und Familien, eine zentrale Rolle spielt. Der Straßenverkehr sei vielerorts noch zu gefährlich, was dazu führe, dass Kinder seltener selbstständig unterwegs seien. Modellprojekte wie Schulstraßen wurden als wichtige Ansätze genannt, um sichere und stressfreie Wege zu schaffen.
Einigkeit herrschte darüber, dass Mobilität mehr als eine Infrastruktur ist: Sie ist Teilhabe, Lebensqualität und soziale Gerechtigkeit. Politische Beschlüsse wie der Radentscheid setzen wichtige Impulse, müssen aber konsequent umgesetzt und weiterentwickelt werden.
Das Publikum brachte sich engagiert in die Diskussion ein und schilderte eindrücklich, welche Auswirkungen schlechte Anbindungen im Fuß-, Rad- und Bahnverkehr auf den Alltag der Menschen haben. Der Wunsch nach einem stärkeren öffentlichen Nahverkehr, neuen Straßenbahnprojekten und einem weiteren Ausbau der Radinfrastruktur wurde deutlich.
Die Grünen Würzburg-Stadt danken den Expert*innen für ihre fundierten Einblicke aus der Praxis sowie dem Publikum für die lebhafte und konstruktive Diskussion. Die Veranstaltung zeigte: Eine zukunftsfähige Mobilität ist machbar, wenn politische Wille, fachliche Expertise und gesellschaftliches Engagement zusammenkommen.